Anuk&Keomo PDF Drucken E-Mail
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Moin moin Ihr Lieben!

Lange habt Ihr nichts von uns gehört, weil wir einiges um die Ohren hatten (z.B. Hausverkauf und Umzug planen), aber auch weil ich nachlässig und faul war und so verging die Zeit…:-) )

Natürlich seid Ihr unheimlich neugierig zu erfahren, wie es Anuk und Keomo inzwischen ergeht. Und so will ich Euch endlich ein bisschen erzählen. Außerdem findet Ihr im Anhang ein paar Fotos der Jungs.

Beide haben sich sofort gut eingelebt und waren vom ersten Tag an stubenrein!!!!!!

Wir konnten es kaum glauben, hatten die schlimmsten Befürchtungen gehabt, denn beide sind ja nur Zwingerhaltung gewohnt und waren vermutlich niemals Wohnungshunde. Aber sie haben gleich begriffen, worauf es im Haus ankommt -einfach super! Anfangs wollten sie meist draußen im Garten sein und man musste sie abends mit Leckerli ins Haus locken. Inzwischen ist es fast umgekehrt, denn beide wollen immer dort sein, wo wir sind – allein im Garten? – wie langweilig!!

Zu Anuk: Er, der anfangs eher zurückhaltend war, ist nun mein absoluter Schmusebär. Kuscheln mit Herrchen ist für Ihn ganz wichtig – ist auch logisch, oder…..-))) ). Überhaupt ist er inzwischen vor allem auf mich fixiert und Keomo auf sein Frauchen. Er ist im Haus wachsam und fremde Männer mag er gar nicht. Dann kann er sogar richtig böse werden – eigentlich Husky-untypisch - und wir müssen ihn bei Handwerkerbesuch wegsperren. Auch meinen Schwager und Schwiegervater hatte er bei deren Besuch mächtig auf dem Kieker. Aber das hängt gewiss mit seiner Vergangenheit zusammen und wird sich mit der Zeit vielleicht noch fügen. Ansonsten ist er sehr gehorsam (auch Husky-untypisch) und läuft bei mir in Wald und Feld mittlerweile ganz brav und super ohne Leine!!!!! – was erst recht Husky-untypisch ist. Darauf bin ich natürlich mächtig stolz. Er wartet dann und wann auf mich und will dann seine Schmuseeinheit. So sind wir beiden ein gutes Team geworden. Damit zusammen hängt wohl, dass er schon im Juni beim Ballspielen im Garten sich einen Bandscheibenvorfall geholt hat, den wir in langwieriger Tierarzt- und meiner geduldigen Massagebehandlung  glücklicherweise wieder in den Griff bekommen haben, so dass er jetzt fast wieder optimal laufen kann. Habe mir extra ein Buch für Hundemassage gekauft und von einer Physiotherapeutin einweisen lassen. Ich denke, das hat unsere Bindung verstärkt. Er mampft gerne Äpfel und klaut auch schon mal einen aus der Obstschale in der Küche oder auch aus der Einkaufstasche. Inzwischen wiegt er satte 26 Kilo und ist ein stattliches Kraftpaket – kanadischem Kraftfutter sei Dank. Zusammen mit Keomo geniest er die täglichen langen Spaziergänge – insbesondere jetzt im Schnee. Mit anderen Hunden ist er verträglich, will heißen, er beachtet sie gar nicht erst. Abgesehen von seinem Kumpel Keomo ist er eher ein Einzelgänger. Anderen Rüden in unserer Gegend hat er schnell die Fronten klar gemacht und so läuft auch das problemlos. Kurz – ein SUPERHUND! Ich hoffe auf noch eine lange Zeit mit ihm.

Zu Keomo: Er ist, wie gesagt, Frauchens Schatten. Wo immer Angela geht oder steht – Keomo ist dabei! Ist sie im Bad, wacht er vor der Tür, damit sie nicht verloren geht… und natürlich schläft er nur vor ihrem Bett. Und gelegentlich kneift er Frauchen in den Popo, der Schlawiner. Er ist der Lümmel, der Schelm von den beiden und stellt allerlei Unsinn an. Aber man kann ihm schwer böse sein, wenn er einen dann mit schelmischem Blick oder schuldbewusster Miene ansieht. Jedenfalls hat er es faustdick hinter den Öhrchen. Er klaut beispielsweise unsere Hausschuhe und deponiert sie, wo es ihm gefällt. Er sammelt Leckerli ein (auch die von Anuk, wenn der nicht aufpasst) und legt an allen möglichen und unmöglichen Stellen Depots an. Bin gespannt, wo wir beim Auszug überall welche finden…. Er hatte auch ganz schnell den Dreh heraus, wie man die Terrassentür auf macht. Ansonsten ist auch er ein echter Schatz und wir haben ihn inzwischen auf rund 23 Kilo gebracht. Er ist leider noch immer ein schlechter Esser und einfach hypernervös, aber seine Blutwerte sind gut. Bei ihm hilft auch das tolle Futter wenig. Aber er scheint sich wohl in seiner Haut zu fühlen und so ist es okay, denken wir. Ich habe Rücksprache mit einer befreundeten Huskyzüchterin gehalten und sie meinte es sei schon in Ordnung so. Die Hunde seien eben genauso unterschiedliche Futterverwerter wie wir Menschen. Auch Keomo läuft inzwischen ohne Leine (!!!), zumindest wenn Angela dabei ist. Geht einer von uns mit beiden alleine, bleiben sie sicherheitshalber an der Leine.

Ja, wer hätte das wohl gedacht nach dem Chaos mit den beiden vor rund einem Jahr bei Euch im Tierheim. Aber es ist schön, wie es sich gefügt hat und ich denke, es freut Euch auch, dass es Euren ehemaligen Schützlingen nun so gut geht.

Wir werden Anfang des Jahres in ein Haus im Raum Oldenburg umziehen, weil wir aus der ostfriesischen Prärie wieder etwas in die Zivilisation zurückkehren wollten. So ganz ohne Kultur geht es eben auf Dauer doch nicht für uns Stadtmenschen.

Wir hoffen, es geht Euch allen gut und Ihr versorgt weiterhin liebevoll Euren „Zoo“ :-)

Wir wünschen Euch ein

Frohes Weihnachtsfest

und einen

Guten Rutsch

sowie

alles Gute für 2011.

Liebe Grüße von den vier Ns.